5 Millionen Menschen haben mitgefiebert, diskutiert, gelacht.
Der Auftakt wirkte wie eine Filmszene – und das mitten am helllichten Tag: In der Philharmonikerstraße, dort wo Opernglanz auf Innenstadtpuls trifft, tauchten plötzlich mehrere maskierte Gestalten auf. Vermummt, anonym, wortlos. Vor ihnen: ein Kia EV3 – frisch gekürt zum „World Car of the Year 2025“. Und dann ging alles Schlag auf Schlag. Ein metallisches Klick, ein Zischen – und schon explodierten grelle Farbstrahlen auf der zartgrünen Karosserie. Leuchtende Linien, wild, entschlossen, unübersehbar. Passantinnen und Passanten blieben abrupt stehen. Einer rief „Das ist Sachbeschädigung!“, andere zückten ihre Smartphones, tuschelten, filmten, telefonierten. Sekunden später waren die ersten Clips online, Minuten später tausendfach geteilt, Stunden später in nationalen Medien.Millionen Views, Zehntausende Kommentare – und ein Rätsel, das niemand lösen konnte
Was war das? Vandalismus? Aktivismus? Street Art? Ein Stunt? Wien diskutierte. Österreich diskutierte. Das Internet sowieso. Ein gewöhnlicher Mittag wurde zum viralen Rätsel – begleitet von Millionen Views, Zehntausenden Kommentaren und digitalen Debatten, die sich so schnell ausbreiteten wie die Farbe auf dem Auto.Enthüllt: Ein Streich, der Kunstgeschichte schreiben sollte Zwei Tage später dann die Schlagzeile: „Kia gesteht: Alles war inszeniert.“ Doch wer dachte, damit sei die Aufregung vorbei, irrte. Erst jetzt begann der zweite Akt – der bewusste Bruch mit Erwartungen. Die Idee dahinter: Grenzen verschieben. Zwischen Stadt und Kunst. Zwischen Fahrzeug und Ausdrucksform. Zwischen Kampagne und Kulturexperiment. Was wie Zerstörung wirkte, war in Wahrheit der Auftakt einer Transformation – ein kreativer Befreiungsschlag. Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, den EV3 weiterzugestalten. Schicht für Schicht verwandelte sich das Fahrzeug in eine lebendige Leinwand. Jede Linie ein Statement. Jede Farbe ein Dialog. Jede neue künstlerische Geste eine Perspektive auf Urbanität, Kreativität und Mobilität.