Gipfeltreffen: Kia tritt gegen Audi A5 an - Kia Motors Deutschland

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Testberichte

Gipfeltreffen der Gran Turismo Liga: Kia Stinger gegen Audi S5

Ein alltäglicher „Vergleichstest” ist diese Begegnung für die Experten der AutoBild-Redaktion nicht. Auch weil es keine Testfahrt gibt, sondern die beiden Kontrahenten nur im Showroom inspiziert werden können. Immerhin ist Kia Chefdesigner Peter Schreyer höchstpersönlich dabei, wenn sich der von ihm entworfene Kia Stinger und der Audi S5 gegenüberstehen. Ein feierlicher Moment. Bisher gab es aus dem Hause Kia keinen Herausforderer für den S5 der Premiummarke Audi.

Schön sind sie beide. Sehr markant, sehr originell, sehr rot. Erster Eindruck der Tester: „Der Stinger steht fett da auf 19-Zöllern (vorn 225er, hinten 255er), seine Proportionen sind voll auf den Heckantrieb zugeschnitten. Kurzer Frontüberhang, lange Haube, langer Radstand, großer Hecküberhang.” Eine stilsichere Neuauflage des klassischen Gran Turismo Designs. Dazu gehören auch die kräftige Schulter, die ausgestellten Radhäuser und die nach hinten schlanker werdende Dachlinie. „Das ist so, als würde ich das Auto mit zwei Zügeln in der Hand halten”, so Schreyer.

Der Audi S5 wirkt im Vergleich deutlich weniger unternehmungslustig, schon fast schüchtern. Auch ist er mit einer Länge von 4,75 m acht Zentimeter kürzer als der Kia und mit 1,84 m drei Zentimeter schmaler. Dennoch gilt er derzeit (noch) als Benchmark bei Mittelklasse Coupés.

Was ihm an gestalterischem Temperament fehlt, macht er durch eine Premium-Ausstattung wett. Materialien, Verarbeitung und virtuelles Cockpit verorten die Tester klar im Oberklasse-Segment.

Ganz so elitär kommt der Kia Stinger nicht daher. Bei ihm geht es zwar ebenfalls edel und hochwertig zu, aber insgesamt funktionaler: Über den drei großen Lüftungsdüsen sitzt der Navi-Bildschirm, wie bei Mercedes. Die klassischen Rundinstrumente wiederum erinnern an den Rennsport.

Die Bedienung ist auffallend einfach: „Bei Kia wird getoucht und nicht am Controller gedreht, auch Gestensteuerung gibt’s nicht“, erklärt Schreyer. „Die Technik muss sich dem Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Lautstärke, Klima, Navi – das muss alles ganz einfach während der Fahrt bedienbar sein.” Klares Design zugunsten von Fahrspaß und Bedienbarkeit, das finden auch die Tester gut.

Weil bei Autos in dieser Liga nicht nur Look und Technik zählen, sondern auch der Sound eine Rolle spielt, lauschen die Experten ausgiebig dem Klang der Motoren – zumindest im Stand. Gefahren werden darf ja noch nicht.

Hier präsentiert sich der Kia Stinger souveräner und gelassener als der Audi S5. Eindruck der Tester: „Wir starten die Motoren, spielen mit dem Gaspedal. Audi? Der Sechszylinder sprotzelt und faucht, spielt uns ’ne Rocknummer aus seinen vier Endrohren vor. Kia? Im Vergleich eher zurückhaltend, der 3.3-Liter-V6 haut ’ne Ballade hinten raus.” Heißt, der Kia Stinger macht lieber mit vollendetem Design statt mit allzu viel Getöse auf sich aufmerksam. Gute Entscheidung, die zur stilsicheren Gran Tourismo Interpretation passt.

Abschließendes Fazit der Redaktion: „Die Koreaner holen sich Know-how von Audi und BMW, um genau diesen Marken ans Blech zu fahren. Wenn der Stinger auf der Straße so gut ist, wie er im Studio aussieht, werden wir diesen Kia bald öfter sehen.”



Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern, unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden ist ebenfalls im Internet unter www.dat.de verfügbar.