KIA FORTE ALS STUDIENOBJEKT

KIA FORTE ALS STUDIENOBJEKT

  • Kia Forte LPI Hybrid an HTL Mödling übergeben
  • Kia Forte LPI Hybrid erstes Serienauto mit Lithium-Polymer-Akkus
  • HTL Mödling als Kompetenzzentrum für praxisorientierte Ausbildung im automotiven Bereich 

Kürzlich wurde der HTL in Mödling ein Kia Forte LPI Hybrid übergeben. Damit steht der Schule ein top-modernes Fahrzeug zur Verfügung. Mit dem Kia Forte LPI Hybrid wird es den HTL-Schülern ermöglicht, praxisnah in die Tiefen alternativer Antriebstechnologien vorzudringen. 

Mit mehr als 3.000 Schülern und rund 400 Lehrern ist die HTL in Mödling südlich von Wien die größte Schule Europas. Auf dem Gelände einer ehemaligen K.u.K. Kadettenschule werden neben der Fahrzeugtechnik von internationalem Ruf auch noch weitere Disziplinen gelehrt, wie beispielsweise Elektrotechnik, Hoch- und Tiefbau sowie Maschinenbau und Holztechnik. Die Ausbildung im Bereich der Fahrzeugtechnik wird als vierjähriger Fachschul-Lehrgang angeboten sowie in einer fünfjährigen Version mit Reife- und Diplomprüfung. Absolventen der HTL Mödling gelten als europaweit gesuchte Spezialisten. 

Theorie und Praxis gehen Hand in Hand in der HTL Mödling. So stehen den Schülern umfangreiche Werkstätten mit allen nötigen Werkzeugen und Prüfständen zur Verfügung. Hier ist Unterstützung durch die Industrie für die Schule äußerst wichtig. „Wir freuen uns sehr über das Fahrzeug, das uns Kia Austria zur Verfügung gestellt hat“, erklärt Abteilungsvorstand Dipl-.Ing. Dr. Michael R. Diglio, „so können unsere Schüler auch neueste Technologien vom Hybridantrieb bis zur Batterietechnologie in der Praxis studieren.“ 

Die kompakte Stufenhecklimousine Forte LPI Hybrid ist in Korea seit Sommer 2009 auf dem Markt und erzielt mit einem 1,6-l-Flüssiggasmotor (114PS) in Kombination mit einem 15 kW und 105 Nm starken Elektromotor einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 99g/km. Als Energiespeicher wird ein 180V Lithium-Polymer-Batteriesatz mit einer Kapazität von ca. einer Kilowattstunde eingesetzt. Mit diesem Batterietyp ist Kia Vorreiter. Der Kia Forte LPI Hybrid ist das erste Serienfahrzeug weltweit mit Lithium-Polymer-Akkus. Das Start-Stopp-System ISG sowie Bremsenergierückgewinnung und intelligentes Management der Nebenaggregate sind selbstverständlich und tragen zum reduzierten Kraftstoffverbrauch bei. 

Die neue Lithium-Polymer-Batterie für den Forte LPI Hybrid hat die dreifache Spannung einer Nickel-Wasserstoff-Batterie (auf Ein-Zellen-Basis) und wiegt weniger. Die Leistungsdichte liegt gegenüber NiH2-Batterien um 65 Prozent höher, die Energiedichte um etwa 35 Prozent. 

Tests zur Haltbarkeit und Lebensdauer der neuen Batterie haben bestätigt, dass sie auch nach mehr als 300.000 Kilometern noch leistungsfähig ist. Die Sicherheit wird auf verschiedene Weise gewährleistet: durch eine Fahrzeug-Steuerung, eine Batterie-Steuerung sowie durch ein besonders sicheres Design des gesamten Akkumulators und der einzelnen Zellen. 

Die Kombination Strom mit Flüssiggas ist den Besonderheiten des koreanischen Marktes zu verdanken. Da an koreanischen Tankstellen Flüssiggas kaum mehr als die Hälfte von Benzin kostet, ist diese Kombination nicht nur im Sinne der Umwelt sondern auch von Seiten der Betriebskosten für die Autofahrer im Land ideal. Auch wenn die Tankstellendichte in Österreich zu wünschen übrig lässt, die Vorteile von Flüssiggas liegen nicht nur in der Verfügbarkeit als „Abfallprodukt“ der Raffinerieindustrie, sondern auch in den äußerst günstigen Abgaswerten.