AUS GENF IN DIE ZUKUNFT

  • Weltpremiere für den Kia cee’d der zweiten Generation
  • Europapremiere für den Kia Ray EV und die Studie Kia Track’ster
  • Neue Onboard-Infotainmentsysteme IVI und UCD

 

Zahlreiche Neuheiten prägen den diesjährigen Auftritt der Marke Kia auf dem Genfer Automobilsalon. Neben dem neuen Kia cee’d, der im Serientrimm als Fünftürer und Kombi Sporty Wagon vorgestellt wird, finden sich auf dem Kia Stand erstmals in Europa die Studie Track’ster und das erste Serienauto von Kia mit Elektroantrieb, der Ray EV. Einen Blick in die Zukunft der Onboard-Bedienungsoberflächen bieten die Systeme IVI und UCD.

 

Kraftpaket auf Soul-Basis: Die Studie Kia Track’ster

Auf dem Genfer Autosalon präsentiert Kia Motors erstmals in Europa die neue Studie Track’ster, die ihre Weltpremiere vor kurzem auf der Chicago Auto Show (10. bis 19.02.2012) feierte. Die betont leistungsorientierte dreitürige Variante des Kia Soul deutet an, in welche Richtung sich das erfolgreiche B-Segment-Modell künftig entwickeln könnte.

 

„Unsere Idee war von Anfang an, den Track’ster zäh und hartnäckig aussehen zu lassen – wie eine Bulldogge“, sagt Tom Kearns, Chefdesigner von Kia Motors America. „Doch zugleich sollte dieses Auto aufgeschlossen wirken. Wir wollten der Studie ein realitätsnahes Design geben, das sofort die Verwandtschaft zum Kia Soul erkennen lässt, aber noch ambitionierter wirkt. Es sollte eine kühne Interpretation werden: ein Fahrzeug, das die bisherige Vorstellung davon, was ein sportlicher Kia ist, deutlich erweitert.“

 

Dieses mutige Auftreten zeigt sich bereits in dem auffälligen Farbkonzept aus gleißendem Weiß und Inferno-Orange. Der typische Kia-Kühlergrill ist beim Track’ster aus Carbon gefertigt und wird flankiert von breiten Scheinwerfern, die sich bis in die Kotflügel ziehen. Das markanteste Element des Frontdesigns ist der erweiterte untere Lufteinlass, der für eine größere Luftzufuhr zum Motor sorgt. Der Frontspoiler – ebenfalls aus schwarzem Carbon mit orangefarbenem Akzent – ist sehr tief positioniert und lässt die Studie damit noch bulliger und entschlossener wirken.

 

Angetrieben wird der Track’ster von einem 253 PS starken 2-Liter-Turbobenziner, dessen Kraft über ein elektronisch gesteuertes Allradsystem auf alle vier Räder geleitet wird. Das manuelle Sechsganggetriebe mit kurzen Schaltwegen wird über ein kugelförmiges Schaltelement mit kurzem Knauf bedient. Für ein eindrucksvolles Handling sorgt das tiefer gelegte Sportfahrwerk mit Rennabstimmung.

 

In den ausgestellten Radhäusern des Track’ster drehen sich speziell gefertigte Monoblock-Sportfelgen aus stranggepresstem Aluminium, die mit Michelin-Hochleistungsreifen Pilot Sport PS2 bezogen sind (vorn 245/40 R19, hinten 285/35 R19). Der Radstand ist mit 2,57 Meter etwas länger als beim Soul (plus 20 mm). So leistungsstark wie der Antrieb ist auch das Bremssystem: An den Vorderrädern befinden sich belüftete und gelochte Brembo-Bremsscheiben mit 355 Millimeter Durchmesser und Sechskolben-Bremssätteln, hinten 345-Millimeter-Bremsscheiben mit Vierkolben-Sätteln.

 

Anders als der Fünftürer Soul ist der Track’ster dreitürig konzipiert. Die Vordertüren wurden verlängert und mit „Push Style“-Türgriffen aus stranggepressten Aluminium versehen. Diese edle Oberflächenstruktur findet sich auch am Tankverschluss, der dem eines Rennwagens ähnelt, und an den Einfassungen der markanten, ungewöhnlichen LED-Tagfahrlichter. In die schwarzen Seitenschweller aus Carbon, die den orangefarbenen Akzent des Frontspoilers aufgreifen, sind Lufteinlässe zur Kühlung der Hinterradbremsen integriert. Die Breite des Track’ster von 1918 mm (133 mm breiter als der Soul) wird unter anderem durch eine orangefarbene Blende betont, die sich über den unteren Bereich der Heckscheibe zieht.

 

Im hellen und luftigen Interieur fallen sofort die Sportsitze mit den ausgeprägten Seitenwangen und den Bezügen aus Wildleder in Orange und granitgrauem Glattleder ins Auge. Das Glattleder, das sich an vielen Elementen des Interieurs findet, ist farblich auf die grauen Wildleder-Bezüge des Sportlenkrads und der Türverkleidungen abgestimmt. Die Instrumenteneinheit mit den wichtigsten Anzeigen ist tief in das Armaturenbrett eingelassen und rot beleuchtet. Weitere Displays mit Informationen zu Öltemperatur oder Batteriespannung sind oben in die Zentralkonsole integriert. Die Navigation, das Entertainmentsystem und die Klimaanlage werden über einen großen Touchscreen bedient, der sich oberhalb des Startknopfs in der Zentralkonsole befindet.

 

Anstelle einer Rücksitzbank befinden sich in der Studie Staufächer für Ausrüstung und Werkzeug sowie eine Ersatzrad-Mulde. Die Domstrebe über dem Reserverad bringt zusätzliche Stabilität in das Fahrzeug und ist herausnehmbar – denn sie dient zugleich als Werkzeug für einen schnellen Radwechsel. „Wir sehen den Track’ster als leistungsorientiertes Konzeptfahrzeug, das gleichermaßen auf der Straße und auf der Rennstrecke zu Hause ist“, erläutert Kearns. „Deshalb sollten alle Utensilien griffbereit sein, die man benötigt, um das Auto ständig in Topform zu halten.“

 

Obwohl eine Serienproduktion des Track’ster vorerst nicht geplant ist, trieben die kalifornischen Kia-Designer das Projekt mit Begeisterung voran. „Mit Studien wie dem Track’ster können die Kia-Design-Teams zeigen, welche Modelle auch vorstellbar wären“, so Kearns abschließend.

 

Start in die Elektro-Ära: Der Kia Ray EV

Kia Motors hat mit dem Kia Ray EV im Dezember 2011 das erste elektrisch angetriebene Serienfahrzeug Koreas vorgestellt. Auf dem Genfer Autosalon präsentiert die Marke das 3,60 Meter lange Elektroauto – das ausschließlich für den koreanischen Markt konzipiert ist – jetzt erstmals in Europa.

 

Mit einer Batterieladung kann das emissionsfreie und temperamentvolle City Car bis zu 139 Kilometer weit fahren. Der 50 Kilowatt starke Elektromotor, der die Vorderräder antreibt, wird von einem Lithium-Ionen-Polymer-Akku (LiPoly) mit Energie versorgt. Diese Hochleistungsbatterie mit einer Kapazität von 16,4 Kilowattstunden ist auf eine Lebensdauer von zehn Jahren ausgelegt und unter den Rücksitzen in die Fahrzeugbasis integriert.

 

Der Kia Ray EV ist zwar schwerer als die benzinbetriebene Variante Kia Ray, doch durch das hohe Drehmoment des Elektromotors von 167 Nm (77 Prozent mehr als beim Benziner) spricht die E-Variante leicht an und zeigt ein lebhaftes Fahrverhalten. Den Sprint von null auf 100 km/h absolviert der Kia Ray EV in 15,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Der Akku lässt sich an einer 220-Volt-Haushaltssteckdose innerhalb von sechs Stunden wieder aufladen, im Schnelllademodus verkürzt sich die Ladezeit auf 25 Minuten.

 

Im Cockpit finden sich eigens für den Kia Ray EV entwickelte Instrumente – darunter das erste Navigationssystem, das speziell für Elektroautos konzipiert wurde und alle Lade- oder Schnellladestationen anzeigt, die sich in der aktuellen Reichweite des Fahrzeugs befinden. Das Automatikgetriebe verfügt in der Fahrstufe D über zwei Einstellungen: Der E-Modus (für „Eco“) minimiert den Stromverbrauch zugunsten einer möglichst großen Reichweite. Der B-Modus (für „Brake“) stellt auf Straßen mit starkem Gefälle die maximale Bremswirkung des Motors zur Verfügung.

 

Der Kia Ray EV hat viele technologische Neuerungen vorzuweisen. Der Elektromotor erreicht einen Wirkungsgrad von 93 Prozent – ein Bestwert in diesem Segment. Die Batterie ist dank ihrer Bauweise 13 Prozent leichter als das System des derzeit führenden Wettbewerbers und hat eine 15 Prozent höhere Energiedichte.

 

Zukunftsweisendes Auto-Infotainment von Kia Motors

Mit separaten Demonstrations-Cockpits stellt Kia Motors auf dem Genfer Autosalon zwei neu entwickelte Infotainment-Konzepte vor, die in ihrer Funktionalität und Bedienung zukunftsweisend sind: ein „In-Vehicle-Infotaiment“ (IVI) und ein „User-Centered-Driving“-Konzept (UCD). Beide Kia-Neuheiten wurden der Öffentlichkeit erstmals im Januar 2012 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert.

 

Ein vielfältiges Informations- und Entertainment-Angebot im Auto, voll vernetzt mit der Außenwelt und über eine einzige „Schaltzentrale“ leicht abzurufen – das ist das neue Kia-Konzept zum In-Vehicle-Infotainment, kurz IVI. Es bündelt die unterschiedlichsten Funktionen in einem System, von der Satellitennavigation über die Wiedergabe verschiedener Entertainment-Formate und das drahtlose Aufladen von Smartphones und Tablet-PCs bis hin zur Vernetzung mit Computern.

 

IVI umfasst die fünf zentralen Menüpunkte „Navigation“, „Medien“, „Musik-Streaming“, „Smart Device Interlock“ (Anschluss von Smartphone oder Tablet-PC) und „App-Store“. Bedient wird das System auf drei Ebenen: über einen 10,6 Zoll großen Multi-Touchscreen in der Zentralkonsole, mit Hilfe von Tasten im Lenkrad und durch Sprachsteuerung.

 

Ein zweiter 11,1-Zoll-Bildschirm oben auf dem Armaturenbrett zeigt die Darstellungen und Hinweise des innovativen Navigationssystems mit erweiterter Realität (Augmented Reality Navigation, ARN). Darüber hinaus können hier Widgets eingeblendet werden: kleine Fensterprogramme mit ganz speziellen Funktionen (wie Wetterbericht, Nachrichten oder Finanzmarkt-Neuigkeiten), die sich jeder Fahrer individuell zusammenstellen kann. Die Informationen zu Heizung, Lüftung und Klimaanlage werden ebenfalls in diesem Bildschirm angezeigt.

 

Das ARN-System greift auf die Bilder von Außenkameras am Fahrzeug zurück und verarbeitet sie mit Hilfe von Apps und dem Spracherkennungssystem. Zusätzlich zu den klaren und präzisen Turn-by-Turn-Anweisungen blendet ARN weitere Informationen in die virtuelle Straßenansicht auf dem zweiten Bildschirm ein, zum Beispiel Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, zur Verkehrslage oder zu Geschwindigkeitsbeschränkungen, die die Verkehrs-zeichenerkennung registriert hat.

 

Das Menü „Smart Device Interlock“ ermöglicht Nutzern, ihr Smartphone oder ihren Tablet-PC über eine spezielle App mit dem IVI von Kia zu verbinden. Ist die Verbindung einmal hergestellt, kann der Nutzer Informationen über sein Auto – zum Beispiel, wo es geparkt ist – herunterladen und speichern oder Routenhinweise senden und erhalten. Er hat zudem Zugang zu Internet-Hörfunkdiensten und kann mit seinen intelligenten mobilen Geräten die Medien durchstöbern. Darüber hinaus bietet dieses IVI-Konzept eine weitere neuartige Funktion: das drahtlose Aufladen von Smartphones und Tablet-PCs, das die Lebensdauer der Geräte-Akkus erhöht und „kabelfreies“ Autofahren ermöglicht.

 

Sobald das mobile Gerät mit dem Auto verbunden ist, sind viele seiner Funktionalitäten und Apps über das IVI-System verfügbar – denn es kann eine Fülle von Formaten abspielen, auch von angeschlossenen MP3- und CD-Playern. Die Nutzer können zudem zwischen ihrem Smartphone oder dem Tablet-PC und dem System ihres Autos Musiktitel, Kontakte oder Routen-Hinweise übertragen.

 

Über ein Icon im IVI-Hauptmenü kann die Funktion „App Store“ angesteuert werden. Sie ermöglicht dem Nutzer, verschiedenste Applikationen herunterzuladen, von Wetter- und Nachrichten-Services bis zu Navigationshilfen.

 

Das Konzept des User-Centered-Driving (UCD) von Kia Motors stellt die Beziehung zwischen dem Auto und seinen Insassen auf eine neue Basis – und steigert sowohl die Sicherheit als auch das Fahrvergnügen. Mit diesem neuen System, das von einem Spezialisten-Team der Marke in viermonatiger Arbeit kreiert wurde, verfolgt Kia das Ziel, seine jüngsten technologischen Entwicklungen in einer umfassenden Lösung zusammenzufassen.

 

Bedient wird das System über einen 12,3 Zoll großen Multi-Touchscreen, der eine sehr hohe Auflösung hat (1280 x 480 Pixel) und sich durch Gesten wie „Wischen“ oder das „Zoomen“ mit zwei Fingern steuern lässt. Ein Head-Up-Display ersetzt die traditionelle Instrumenteneinheit. Fahrinformationen wie die aktuelle Geschwindigkeit oder die Motordrehzahl werden auf die Frontscheibe projiziert, und auch Funktionen der erweiterten Realität (AR) wie zum Beispiel Navigationsanweisungen werden hier dargestellt.

 

Das UCD-Konzept trägt auf verschiedene Weise zu einer höheren Sicherheit im Auto bei, zum Beispiel durch ein Müdigkeitswarnsystem. Per Kamera und Infrarot-LED wird das Gesicht des Fahrers ständig beobachtet, um Veränderungen in seinen Augenbewegungen feststellen zu können. Das System erkennt auch, ob die Augen offen oder geschlossen sind. Es überprüft so die Aufmerksamkeit des Fahrers und bietet Schutz gegen Unfälle, die durch übermüdete Autofahrer verursacht werden.

 

Der Fahrsicherheit dient das Kia-Konzept auch dadurch, dass die Infotainment-Funktionen über ein „haptisches“ Bedienelement am Lenkrad gesteuert werden können – also allein mit dem Tastsinn. Denn dieser Lenkrad-Schalter gibt dem Fahrer durch minuziöse Vibrationen ein fühlbares Feedback. So kann er durch das Infotainmentsystem navigieren, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen.

 

Kia Motors hat 2010 als erster Automobilhersteller ein haptisches Steuerungsmodul in ein Fahrzeug eingebaut, für das UCD-Konzept wurde es nun überarbeitet. Da das Modul in diesem System mit einem neuen, größeren Bildschirm verbunden ist, verfügt es jetzt über „Mensch-Maschine-Schnittstelle“-Tasten, die je nach gewähltem Menü ihre Farbe wechseln.

 

Schon vor einiger Zeit hat Kia ein intelligentes Nachtsichtsystem („Smart Night View“) entwickelt, das mit Schwarz-Weiß-Bildern das Geschehen in der Dunkelheit sichtbar macht und so dem Fahrer hilft, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Das neue „Colour Night Vision“-System (CNV) bringt die Bilder jetzt in Farbe auf den Auto-Bildschirm und arbeitet mit zwei Infrarot-Kameras, einem Infrarot-Scheinwerfer und einem Prozessor, der die Bildqualität optimiert. Dieser Rechner ist in der Lage, Fußgänger im Blickfeld der Infrarot-Kameras zu erkennen, sie auf dem Bildschirm hervorzuheben und den Fahrer durch einen Warnton darauf aufmerksam zu machen.

 

 
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